Burnout3

In meinem ersten Beitrag haben Sie gelesen, was Burnout ist, wann Burnout auftreten kann, was typische Burnout-Indikatoren sind und womit zu rechnen ist, wenn Burnout nicht ernst genommen wird.

In meinem zweiten Beitrag habe ich Ihnen vorgestellt, welche Erscheinungsformen für die zweite Phase im Burnout typisch sind. Sie haben Anregungen erhalten, wie Sie sich vor Burnout schützen können.

In meinem dritten Beitrag erfahren Sie, wie die dritte Phase im Burnout aussehen kann. Sie erhalten wieder nützliche Tipps und Anregungen, um sich vor Burnout zu schützen.

Kennzeichnend für die dritte Phase sind:

  • Wahrnehmung der eigenen Inkompetenz
  • Bedürfnis nach Anerkennung wird immer weniger befriedigt
  • Vorgesetzte wirken mit Disziplinarmaßnahmen auf die betroffene Person ein
  • Rückzug und Isolation nehmen zu

Auf der Verhaltensebene zeigen sich:

  • vermehrte Abwesenheit wegen Krankschreibungen
  • Termine werden versäumt
  • Gespräche über offensichtliche persönliche und berufliche Probleme werden vermieden
  • Prahlerisches und aggressives Verhalten tritt im Wechsel mit depressivem Verhalten auf
  • Ethische Grundsätze werden zunehmend verlassen
  • Gehaltsforderungen werden zunehmend aggressiv gestellt

Die Arbeitseffizienz bewegt sich in der dritten Phase deutlich unter dem erwarteten Niveau

  • fachliche Beiträge sind zunehmend lückenhaft
  • eine fast ausnahmslose Minderleistung hat sich etabliert
  • die Konzentrationsfähigkeit nimmt weiter ab

Die vierte Phase stelle ich Ihnen in meinem nächsten Beitrag vor!

Wie können Sie sich vor Burnout schützen?

1. Auf Entdeckungsreise gehen!

Betroffene klagen über innere Erschöpfungszustände, denn sie haben sich daran gewöhnt, ihre eigenen Gefühle und Wünsche zu unterdrücken und schließlich nicht mehr wahrzunehmen – und das kostet Energie! Das Ergebnis ist die „emotionale Unterversorgung“. Damit aber die innere Leere nicht gespürt wird, betäuben sich die Betroffenen mit viel Arbeit und übervollen Terminkalendern. Das selbstschädigende Verhalten passt häufig zum Image des Arbeitsumfeldes und wird deshalb in seinen krankmachenden Ausprägungen erst zu spät erkannt. „Hartnäckige Fälle“ verändern Ihre Einstellung und ihr Verhalten erst nach einem Herzinfarkt.

Wer andere quält, wird verachtet; wer ich selbst quält, wird bewundert (Berthold Ulsamer)

2. Schätze bergen und polieren!

Eine stabile psychische Verfassung ist die beste Burnout - Prophylaxe. Das ist aus der Stressforschung und aus Untersuchungen von Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Bluthochdruck sowie psychosomatischen Beschwerden bekannt.

Wie bewahren Sie eine stabile psychische Verfassung?

  • Nehmen Sie Ihre Gefühle und Bedürfnisse wahr und verdrängen und verleugnen Sie Ihre Empfindungen nicht. Alle unterdrückten oder verleugneten Gefühle sorgen sonst etwas später auf der körperlichen Ebene (über Krankheiten) für Ihre Aufmerksamkeit!
  • Stellen Sie sich mutig Ihrer inneren Leere, Ihren verschütteten Wünschen und Träumen; nehmen Sie sich eine Auszeit mit einer vertrauten Person – vielleicht ein ganzes Wochenende lang?
  • Indem Sie entdecken, dass Sie sich mit Arbeit betäubt haben, genesen Sie bereits! Sie unterstützen den Prozess der innerlichen Neuorientierung, indem Sie sich Zeit nehmen für Dinge, die Sie sich lange versagt haben.

Wer mit seinen Gefühlen angemessen umzugehen versteht, kann seine Energie darauf konzentrieren, wertvolle Ziele zu erreichen!

3. Schätze ausstellen!

  • Das Selbstwertgefühl der Betroffenen steigt, und sie fühlen sich physisch und psychisch kraftvoller.
  • Im Kontakt mit anderen Menschen agieren und reagieren sie auch in schwierigen Situationen deutlich entspannter und souveräner.
  • Die professionelle Berufsausübung kann erfolgreich fortgesetzt werden, der körperliche und seelische Zusammenbruch wurde vermieden, und die Gefahr der privaten und gesellschaftlichen Isolation ist gebannt.

Möchten Sie sich durch einen Coach professionell begleiten lassen, so rufen Sie mich einfach an oder senden Sie mir eine E-Mail. In einem für Sie kostenlosen Vorgespräch können Sie einen Eindruck von meiner Arbeit gewinnen und entscheiden, ob ich Sie in Ihren Anliegen gut beraten kann.

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